News aus Guatemala

Kommunikation Kayibal – Mirador

Die Zukunft der Klinik in Chocruz

Seit 2012 unterstützt Mirador e.V. die damals gebaute Klinik in Chocruz, Guatemala. Seitdem konnte unzähligen Menschen aus der Umgebung medizinische Versorgung angeboten werden. Damit der Betrieb der Klinik langfristig gesichert bleibt, werden nun in Zusammenarbeit mit den Krankenpflegerinnen vor Ort neue Ideen entwickelt.

Nachhaltigkeit in der Entwicklungszusammenarbeit 

Empowerment gerade jetzt. Stimmen bei Mirador e.V. machten schon länger deutlich, dass wir verstärkt eine nachhaltige Strategie für die im Jahr 2012 gemeinsam errichtete Klinik in Guatemala verfolgen möchten. Die Clinica Renate Hänsler ist unser erstes Projekt, welches wir bereits über mehr als acht Jahre begleiten und stetig für eine stabile Finanzierung sowie Aus- und Weiterbildung sorgen, sowie mit Rat und Tat beiseite stehen.

Seit einiger Zeit ist uns aber aufgefallen, dass da noch mehr geht zum Thema Verantwortungsübernahme. Die hiesigen Ressourcen können auch in Guatemala genutzt werden und es ist uns wichtig, soweit als mögliche Unabhängigkeit leben zu lassen, damit “Entwicklungszusammenarbeit” empowernd wirken kann und möglichst zu einem Zugriff auf mehr Möglichkeiten verhilft. Im letzten Jahr haben wir deshalb damit begonnen, eine Bestandsaufnahme zu machen mit dem Ziel die Strukturen  so zu stärken, dass das möglich wird. Denn nur so kann es zu einer nachhaltigen Entwicklungszusammenarbeit kommen, welche keine weitere Abhängigkeit von finanzstarken ausländischen Partner*innen schafft, sondern den eigenständigen Zugang zu globalen Ressourcen und KnowHow zusichert. Wenn ihr dazu Konkretes wissen möchtet, lest ein bisschen weiter und sprecht uns gerne an.

Wir machten uns also auf den Weg, uns der Frage nach einer nachhaltigen Strategie für dieses Projekt zu widmen. Hier geraten wir schnell an eine Grenze, denn es gäbe uns ja nicht, wenn dort keine Unterstützung von außen nötig wäre.

Kooperationen als Schlüssel zu neuen Ideen

Wir wollten eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe aufbauen; unsere erste Idee, die Selbstständigkeit der Klinik. In Anbetracht der Umstände von Korruption, wenig staatlicher Förderung und Corona allerdings keine leichte Herausforderung – bedeutet: klein anfangen und erfahrene Projektpartner*innen mit einbeziehen.

Um weitere Unterstützung zu generieren fanden wir ein tolles Projekt, das sich zu Beginn der Kooperation noch mitten in der Gründungsphase befand. Der Verein MediaMundo e.V. setzt auf digitales Empowerment und möchte digitale Teilhabe weltweit fördern. So konnten wir als Freiwillige für einen längeren Besuch der Klinik Anna von MediaMundo gewinnen. An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich für die Kooperation bedanken. Anna konnte in ihrer Zeit als Freiwillige in Guatemala einen entscheidenden Anstoß für ein Selbstempowerment schaffen.

Empowerment durch Digitalisierung

In ihrer Zeit vor Ort konnte Anna eine Bedarfsanalyse vornehmen. Beispiel, das Thema Bekanntheit der Klinik – weiß die Bevölkerung um die Klinik und ihre Angebote? Welche Informationskanäle werden genutzt? Wie erfahren die Anwohner*innen von der Klinik? Gibt es Vorbehalte und Ängste? Wie können digitale Kanäle helfen, die Klinik langfristig eigenständiger in ihrer Imagebildung und Zielausrichtung zu machen?

Die Krankenpflegerin Pati wünschte sich eine eigene Webseite für die Klinik gestalten zu können. Wir sind stolz, diese mittlerweile präsentieren zu können: http://www.clinica-chocruz.org/inicio-a/ Schaut rein: In Deutsch, Spanisch oder Englisch – ihr könnt jetzt die Klinik auch direkt unterstützen!

Finanziert wurde die Erstellung und Pflege der Website selbstständig von den beiden Mitarbeiterinnen der Klinik mit der ersten eigenen Crowdfunding-Kampagne. Das sind Dinge, die für uns hier in Deutschland normal erscheinen, da viele die entsprechende Bildung und die nötigen Ressourcen besitzen. In Guatemala hingegen stellt sich schon die Frage, ob Lesen eine selbstverständliche Voraussetzung ist. Auch die Spendenplattform für Crowdfunding ist aktuell ein Unikat in Guatemala.

Umso mehr freuen wir uns sehr über die erfolgreiche Umsetzung der Aktion. Durch vermehrten Wissenstransfer über solche Themen wie Fundraising hoffen wir, die Eigenständigkeit der Klinik langfristig Schritt für Schritt erreichen zu können.

Wenn ihr die Klinik und unsere Projekte unterstützen wollt, schaut gerne auf der nagelneuen Website der Klinik in drei Sprachen vorbei. Wer die finanzielle Eigenständigkeit ganz direkt unterstützen will, kann jetzt auch direkt an die Klinik spenden: 

“Hola soy Paty. En la clínica hemos estado trabajando desde ya algunos años durante los últimos años hemos logrado con algunas cosas como por ejemplo la creación una página web el cual lo logramos gracias a una causa que creamos con una organización que se llama RECAUDEMOS GUATEMALA   y logramos recaudar el dinero para la creación de la página. Ahora ya tenemos disponible la página para que puedan ayudar con este proyecto y recaudar donaciones para poder seguir trabajando y ayudando a las personas que lo necesitan http://www.clinica-chocruz.org/inicio-a/. Gracias a Mirador por todo lo que hacen por nosotras y por nuestra comunidad.”

“Hallo, ich bin Paty. In der Klinik arbeiten wir nun schon seit einigen Jahren. Im letzten Jahr ist es uns gelungen ein eigene Webseite zu erstellen. Dabei sind wir einer guatemaltekischen Organisation besonders dankbar mit er wir kooperieren durften: RECAUDEMOS GUATEMALA. Über ihre Spendenplattform konnten wir das Projekt der Webseitenerstellung selbst finanzieren und danken dabei natürlich auch allen Spender*innen. Jetzt steht uns die Webseite zur Verfügung mit der wir selbst Spenden empfangen können, die uns befähigen unsere Arbeit weiterzumachen und denen zu helfen, die es benötigen. Ein Dank geht auch an Mirador e.V. für ihre Partnerschaft und Gemeinschaft.”.